Flachdübelfräse

Flachdübel sind dünne Dübelscheiben, mit denen sich ausgezeichnet Holz- und Spanplatten verbinden lassen. Um die sogenannten Flachdübel in den Werkstücke zu platzieren müssen halbrunde Schlitze gefräst werden. Für diesen Einsatzzweck wurden Flachdübelfräsen entwickelt. Wer selber Möbel baut kommt weder um die Dübel noch um eine Fräse dieser Art herum.

Doch auf was müssen Heimwerker achten, die sich mit dem Gedanken tragen, eine Flachdübelfräse zu erwerben? Diese und weitere Fragen möchten wir in diesem Ratgeber zum Thema Flachdübelfräse beantworten!

Die TOP Flachdübelfräsen im Vergleich

ModellClassic XTriton TBJ001
BildLAMELLO Nutfräsmaschine Classic X im Systainer T...Triton TBJ001 Flachdübelfräse, 760 W
Leistung780 Watt760 Watt
Gewicht5,3 Kg3,4 Kg
Schwenkanschlag0 - 90°0–90°
ZubehörHW-Nutfräser
Absaugstutzen
Anschlagwinkel 36 mm
Aufsteckplatte 4 mm
Werkzeugsatz
Absaugstutzen
Innensechskantschlüssel
Ersatzkohlebürsten
Staubbeutel
HW-Nutfräser
Amazon Zu Amazon Zu Amazon
Preis517,75 EUR149,19 EUR
Details Zum Bericht Zum Bericht
Letzte Preisaktualisierungam 19.09.2017 um 19:56 Uhram 19.09.2017 um 20:17 Uhr

Hintergründe zu Flachdübelfräsen

In den 1960-er Jahren entwickelte das Unternehmen Lamello AG dünne flache Dübel, um Spanplatten zu verbinden. Diese waren damals noch zu brüchig, um mit den üblichen Runddübeln verbunden zu werden. Bis heute ist der Name Lamellos für Flachdübel gebräuchlich.

Flachdübel sind ovale Holzscheiben von 4 mm Dicke, Runddübel gleiche Stabilität haben einen Durchmesser 6 bis 8 mm. Bei Plattenstärken von oft nur 12 mm macht es einen großen Unterschied, ob ein langes Loche mit diesem Durchmesser gebohrt wird oder ein kurzer schmaler Schlitz gefräst werden muss.

Der vergleichsweise geringe Materialabtrag schwächt das Material kaum. Daher sind Verbindungen mit Lamellos stabiler als mit Runddübeln. Beim Möbelbau hat sich der Flachdübel durchgesetzt.

Um die Schlitze präzise setzen zu können, ist eine spezielle Fräse nötig, die Flachdübelfräse. Ohne dieses Spezialgerät ist es schwierig die Dübel zu setzen. Mit einer Bohrmaschine, einer Säge oder eine normalen Fräse lassen sich die kurzen Schlitze nicht schnell und präzise herstellen.

Vielseitigkeit der Fräsen

Aus technischer Sicht ist die Flachdübelfräse eine Nutfräse und auch eine Schattenfugenfräse. Sie eignet sich daher für alle Arbeiten, bei denen einen Nut erforderlich ist und gleichzeitig ein Fräsen auf einem Frästisch schwierig bis unmöglich ist.

Handwerker verwenden die Lamellofräsen um Platten über stumpfe Flachverbindungen zu verlängern oder zu verbreitern, aber auch bei Eck-, T- und Gehrungsverbindungen ist die Maschine hilfreich. Für Längsnuten und Schattenfugen an großen Teilen oder an Decken und Wänden ist diese Fräse unentbehrlich.

Der Vorteil ist, die Fräse kommt zum Werkstück, nicht das Werkstück zur Fräse. Obwohl Flachdübelfräsen nuten fräsen können, sind sie nicht die beste Lösung, wenn es darum geht eine lange grade Nut zu erzeugen. Dies liegt an der Konstruktion, denn die Frässcheibe wird senkrecht in das Material getaucht.

Ein Scheiben entlang einer Führung ist nicht bei allen Modellen möglich. Für den üblichen Einsatz reicht die kurze Führung der Maschinen, bei langen graden Nuten ist einiges an Geschick gefragt. Hinzukommt, dass die üblichen Flachdübelfräser ausschließlich Nuten von 4 mm breite fräsen können.

Aufbau und Anwendung von Flachdübelfräsen

Die handgeführte Maschine erinnert optisch an einen Winkelschleifer, besonders da scheibenförmige Fräser über einen in der Maschine verbauten Motor angetrieben werden. An der Front der Maschine befindet sich eine Grundplatte. Diese hat eine Öffnung, durch den der Handwerker die Frässcheibe in das Werkstück drückt. Die Platte ist in der Regel auch der Tiefenanschlag, daher lässt sie sich verstellen.

Um einen Schlitz für den Dübel zu fräsen, markiert der Handwerker die Stellen, so diese später sitzen sollen. Nun legt er die Grundplatte an der Front der Maschine an der Markierung auf das Werkstück und schiebt den Körper der Maschine in Richtung Werkstück. Dabei trägt der rotierende Scheibenfräser Material ab und der Schlitz entsteht.

Anders als bei Runddübeln, müssen die Schlitze nicht absolut passgenau gesetzt werden, da die Schlitze etwas länger sind als die Länge der Dübel und breiter als deren Dicke. So lassen sich die
Werkstücke nach dem Einsetzen der mit Leim bestrichenen Dübel noch ausrichten. Durch die Feuchtigkeit quellen die Flachverbinder etwas auf und sitzen nach dem Abbinden des Leims festverbunden im Werkstück.

Worauf beim Kauf zu achten ist

Wie bei einer Oberfräse, ist eine große Motorleistung zumindest im Heimwerkerbereich nicht ausschlaggebend, da die Maschinen meist nur für kurze Fräsarbeiten eingesetzt werden.

Natürlich lässt sich mit einer Maschine, die eine hohe Drehzahl liefert, schneller arbeiten, als mit Fräsen, die nur wenig Leistung bringen.

Bei Flachdübelfräsen ist kein langer durchgehenden Arbeitseinsatz zu erwarten. Dies bedeutet, dass die Maschine wenig Strom verbrauchen. Ein Akkubetrieb ist daher problemlos möglich. Dies gilt besonders, da heute die Akkus sehr leistungsstark sind. Aber durch den Stromspeicher ist die Maschine schwerer, als ein vergleichbares Modell mit Kabel. In diesem Punkt heißt es abzuwägen, ob der kabellose Betrieb das höhere Gewicht rechtfertigt.

Funktion und Zubehör

Wichtiger als die Leistung sind für die Kaufentscheidung das Zubehör und die Einstellmöglichkeiten. Interessenten sollten auf eine Skala achten, die das Einstellen erleichtert. Außerdem helfen solche Anzeigen, bestimmte Positionen erneut zu finden, wenn die Maschine für andere Arbeiten justiert wurde.

Unentbehrlich ist einen Höheneinstellung, um die Position der Fräse zur Werkstückkante auszurichten. Ferner ist einen Tiefeneinstellung wichtig, um die Frästiefe zu justieren. Diese hängt vom verwendeten Flachdübel ab.

Einige Maschinen geben auf der Skala keine Frästiefe in Millimetern an, sondern die Größe der Dübel. Diese sind üblicherweise 20 (56/23 mm); 10 (53/19 mm), 0 (47/15 mm); S6 (85/30 mm). Für Dübel der Größe H9 (38/12 mm) sind die meisten Maschinen nicht geeignet, da diese als einige nur 3mm dick sind.

Ein Gehrungsanschlag, der es ermöglicht Schlitze nicht nur im rechten Winkel ins Holz zu fräsen wird selten benötig. Er ist aber nützlich, wenn Werkstück in verschiedenen Winkeln zusammengefügt werden, beispielsweise wenn Sechsecksäulen zu bauen sind.

Wo gefräst wird fliegen (keine) Späne

Flachdübelfäsen haben in der Regel keine aktive Staubabsaugung. Diese ist weitgehend überflüssig. Da die Maschinen das Fräsgut nach einer Seite wegschleudern und der Arbeitsbereich durch die Grundplatte abgeschottet ist, genügt ein Staubfangsack.

Dieser reicht völlig aus, beim Fräsen in Holz und in Holzwerkstoffe. Der Sack versagt aber beim Fräsen von Schattenfugen Gipskarton. Beim Kauf einer Flachdübelfräse ist also darauf zu achten, dass es einen Staubfangsack gibt und außerdem die Möglichkeit besteht die Fräse an eine Staubsauger anzuschießen.

Das Wichtigste im Überblick

Wichtig:

  • Höhenanschlag mit Skala
  • Tiefenanschlag mit Skala
  • Staubfangsack
  • Adapter für Staubsauger

Weniger wichtig:

  • Gehrungsanschlag
  • Motorleistung

Fazit zur Flachdübelfräse

Wer Möbel baut, kommt auf Dauer um eine Flachdübelfräse nicht herum. Für Einsteiger reichen preisgünstige Maschinen, sofern Sie über einen Staubfangsack, eine Absaugvorrichtung für einen Staubsauger verfügen und Höhen- sowie Tiefenanschlag vorhanden sind.

Da einmal gekaufte Maschinen dazu anspornen, sich neuen Herausforderungen zu stellen, ist es aber sinnvoll, sich nicht mit dem einfachsten Modell zu begnügen.
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